Sissi-Schmarrn

Ich hab ja in meinem Interview mit Barbara von Coeli-News erwähnt, was ich wirklich schmerzlich vermisse! Es sind der Kaiserschmarrn und dazu ein Radler auf der Hütte nach einer Berg-, Bike- oder Skitour. Meinen Freunden beim genüsslichen Verzehr dieser adeligen Speise zuzusehen, kommt immer noch einer Folter gleich.


Ich bin der Überzeugung, dass glutenfreier Schmarrn genauso flaumig und köstlich schmecken kann. Mein Rezept ist eine Abwandlung des Klassikers - deswegen halt nicht Kaiser- sondern Sissi-Schmarrn. Er ist ein bisschen sparsamer, was Eier und Butter betrifft. Weil ich finde, dass diese Variante einen Test wert ist, hier und heute das Rezept dazu.

Das Originalrezept findet ihr auf dem Blog Geschmacksmomente. Karin hat 2017 den Austrian Food Blog Award in der Kategorie "Best Food Blog Austria" gewonnen. Es lohnt sich also jedenfalls, bei ihr reinzuschauen und mal durchzuschmökern.


Meine Abwandlung ist glutenfrei und 1 Ei hab ich durch ein "Leinsamen-Ei" ersetzt. Außerdem kommen anstatt von Rosinen Mohn und Cashewnüsse in die Pfanne. Für alle, die Fruktose gut vertragen, sind Rosinen jedenfalls eine gute Alternative, um den Schmarrn süßer zu machen und näher ans Original zu bringen.


Die Zutaten im Rezept sind für eine große Portion - ich hab mir den Schmarrn fürs Mittagessen in der Firma zubereitet. Frisch aus der Pfanne schmeckt er sicher noch einmal so gut! Wollt ihr den Schmarrn für mehr als eine Person zubereiten, müsst ihr die Zutaten einfach dementsprechend vervielfachen. Den Schmarrn solltet ihr aber trotzdem portionsweise herausbacken.

Zutaten für eine große Portion

Trockenzutaten:

30 g Maisgries glutenfrei

30 g Buchweizenmehl

20 g Zucker

1/2 TL Zimt

1 MSP Vanillepulver

Prise Salz

Grau- oder Blaumohn zum Bestreuen

1 Handvoll Cashewnüsse

Nasszutaten:

125 g Magertopfen

100 ml Reismilch (oder andere Pflanzenmilch)

1 Ei

1 Leinsamen-Ei = 1 EL gemahlener Leinsamen + 3 EL Wasser

Kokosfett zum Herausbacken

Rezept als PDF zum Herunterladen & Drucken

Zubereitung

  1. Für das "Leinsamen-Ei" 1 EL gemahlenen Leinsamen mit 3 EL lauwarmen Wasser vermengen und 10 min quellen lassen. Danach mit der Gabel etwas aufschlagen.

  2. Das Hühnerei in Dotter und Eiweiß trennen. Das Eiweiß steif schlagen. Den Dotter mit dem Zucker schaumig rühren. Topfen, Maisgries, Vanille, Zimt und Salz unterrühren.

  3. Danach das Leinsamen-Ei, die Reismilch sowie das Buchweizenmehl unterrühren. Zum Schluss den Eischnee unterheben.

  4. Antihaft-Pfanne erhitzen, leicht mit hitzebeständigem Kokosfett beölen.

  5. Schmarrn-Masse in die Pfanne geben und die Hitze auf niedrige bis mittlere Stufe reduzieren.

  6. Mohn und Cashewnüsse in den Teig einstreuen.

  7. Nach ca. 7 min Teig vierteln, wenden und auf der anderen Seite ebenfalls 5 min backen.

  8. Danach in Stücke teilen/reißen und ev. noch etwas nachbräunen lassen. Der Schmarrn sollte auf beiden Seiten schön braun und in der Mitte "durch" sein.

  9. Je nach Geschmack Schmarrn mit Zimt und ev. Zucker bestreuen.

Weil Zwetschkenröster oder Apfelmus aufgrund meiner Fruktosemalabsorption nicht ideal sind, esse ich zum Schmarrn gerne Sauerrahm oder griechisches Joghurt gemischt mit etwas selbstgemachter Marmelade. Schmeckt auch wunderbar!



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