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Glutenfrei unterwegs - Bike & Genusswochenende in den Kitzbühler Alpen

Diesen Blogbeitrag habt ihr eigentlich Jenni von glutenreise zu verdanken. Sie hat mich kurz vor Weihnachten kontaktiert und mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, über eines meiner Reisehighlights 2018 zu schreiben. Zuerst war mein Plan, über meine Urlaube im geliebten Südtirol zu berichten. Ihr habt habt ja vielleicht meinen Blogbeitrag "Südtirol ist immer ein Reise wert" gelesen oder meine Posts auf Instagram und Facebook zum Urlaub im Ahrntal, Grödner Tal und Vöran mitverfolgt.

 

Schließlich hab ich mich dann doch umentschieden! Ich war Anfang September mit den Salzburger Velochicks unterwegs. Hier der Bericht zu meinem genialen Bike-Wochenende in den Kitzbühler Alpen.

Unter Reise stellt ihr euch vielleicht was Größeres vor als einen Wochenendtrip nach Tirol. Trotzdem, dieses Wochenende Anfang September war tatsächlich eines meiner Highlights 2018! Ich sag euch auch warum. Ich war mit einer supernetten Mädels-Gruppe unterwegs, wir hatten geniales Wetter, unsere Tour war ein perfekter Mix aus gut fahrbaren Uphill-Passagen und flowigen Trails UND ich wurde am Brechhornhaus mit Kenntnis und Freundlichkeit glutenfrei bekocht.

 

Wie ihr alle wisst, ist ja gerade das keine Selbstverständlichkeit! GLUTENFREI unterwegs zu sein bedeutet noch immer viel Planung und Vorabrecherche. In dem Wissen, dass ich auf diese Bike-Tour aus Rucksack-technischen Gründen nicht unbeschränkt viel Proviant mitnehmen würde können, hab ich also am Brechhornhaus angerufen. Mir ist dieses Telefonat noch so gut in Erinnerung! Ich hab den Hüttenwirt, seines Zeichens auch Chefkoch des Hauses persönlich erwischt. Nach meiner kurzen Schilderung, dass ich Teil der Mädels-Gruppe sei, die von Samstag auf Sonntag reserviert hätte und dass ich glutenfrei essen müsste, kam kurz und bündig folgende Information: alles kein Problem! Er würde sicher noch ein paar glutenfreie Nudeln im Keller finden und mir für die Sauce noch ein paar frische Schwammerl aus dem Wald holen. Und er könne mir auch einen glutenfreien Kaiserschmarren machen! Nur das Brot fürs Frühstück solle ich mir selber mitnehmen. Genial, oder? Damit hat sich meine Vorfreude auf dieses Wochenende gleich mal verdoppelt!

 

Es war also entspanntes Rucksackpacken angesagt. Vier Müsliriegel für unterwegs, ein Frühstücks- und ein Jausenweckerl und etwas glutenfreies Müsli sollten nebst angekündigten Hüttenköstlichkeiten reichen, um die Energiereserven wieder aufzufüllen.

 

Unser Schlachtplan für die kommenden zwei Tage war folgender: Treffpunkt am Parkplatz der Fleckalmbahn bei Kirchberg in Tirol – 1. Ziel Gaisberg mit Abfahrt über den Lisi-Osl-Trail, 2. Ziel Brechhornhaus mit Übernachtung, am Sonntagmorgen Abfahrt über den Harlassanger-Trail ins Spertental, 3. Ziel Pengelstein und Ehrenbachhöhe und zum krönenden Abschluss der Fleckalm-Trail retour zum Ausgangspunkt.

Das geniale an dieser Kitzbühler Rundtour – wir sind total legal unterwegs! Sprich – die Wegerl oder wie wir sagen Trails – sind extra für uns gebaut, bestens beschildert und damit ohne schlechtes Gewissen und ohne jegliche Konflikte mit Wanderern zu befahren. Bestens gelaunt erreichen wir nach fast 5 Stunden Fahrzeit, 22 km und 1375 hm am frühen Nachmittag das Brechhornhaus. Wir sind gemütlich unterwegs, warten beim teils nassen und wurzeligen Downhill am Lisi-Osl-Trail immer wieder zusammen und nehmen uns jede Menge Zeit zum Quatschen. Schließlich fahren wir ja kein Rennen, sondern wollen unser Wochenende genießen und ohne Blessuren nach Hause kommen.

 

Am Brechhornhaus geht es entspannt zu um diese Jahreszeit. Wir suchen uns ein gemütliches Plätzchen auf der Sonnenterasse und ich bestelle neben Hollersaft und Cappuccino – na, was glaubt ihr – ja, ganz richtig geraten, MEINEN GLUTENFREIEN Kaiserschmarren. Der wird auch umgehend serviert – in der gusseisernen Pfanne mit viel Staubzucker und Preiselbeermarmelade. Was für eine Freude! Ich lass ihn mir so was von schmecken. Auch meine mitradelnden Nicht-Zölis bekommen ausnahmsweise eine Kostprobe ab, aber nur, weil die Portion groß genug war!

Nach dieser Stärkung gehen wir noch ein paar Meter hinauf zum Kreuzjöchlsee und sind hingerissen von dem fantastischen Rundumblick. Zwei ganz Hartgesottene lassen es sich nicht nehmen, sich in die kalten Fluten zu stürzen.

Danach beziehen wir unser gemütliches Vierbett-Zimmer, nehmen eine heiße Dusche und treffen uns anschließend zum Abendessen in der Gaststube. Zu unserer Überraschung gibt’s ein Grillbuffet und auf uns warten leckere Vorspeisen, frische Salate, Aufstriche, Gemüse vom Grill, Ofenkartoffeln und jede Menge Fleisch und Fisch. Aus meinen glutenfreien Nudeln mit Schwammerlsauce wurde also nichts, aber ich war auch mit der Alternative höchstzufrieden, mehr als gesättigt und voll des Lobes für den Koch.

 

Meine Nacht auf der Hütte verläuft wider Erwarten wunderbar – keine Geräusche, 3 Mädels, die ruhig vor sich hinrüsseln, frische Luft durch ein Fenster direkt neben meinem Bett und ein fantastischer Sternenhimmel draußen. Gut ausgeschlafen packen wir am Morgen unsere sieben Sachen und gehen frühstücken. Wobei, wir sind noch so voll vom opulenten Abendmahl und müssen deshalb das bestens bestückte Frühstücksbuffet fast ein bisschen links liegen lassen. Wir zahlen, verabschieden uns herzlich und mit der Ankündigung wiederzukommen vom Hüttenwirt und machen zur Erinnerung noch das obligatorische Gruppenfoto.

Mit immer noch halbwegs frischen Beinen und voller Vorfreude auf zwei tolle Abfahrten starten wir in den zweiten Tag. Es geht kurz hoch zum Kreuzjöchlsee, von wo aus wir schon den höchsten Punkt unserer heutigen Tagesetappe, den Pengelstein ausmachen können. Kurz darauf tauchen wir ein, in unsere erste Abfahrt und in die Natur bis uns der Trail im Spertental wieder ausspuckt. Auf dem Aschauer Höhenweg geht es zunächst sanft bergauf, die letzten 7 km auf den Pengelstein haben es mit einigen gepfefferten Rampen in sich. Oben angekommen, ist erstmal eine Selbstversorger-Pause angesagt, mit Wasser, Obst und gesalzenen Nüssen. Nach einem letzten kleinen Aufschwung auf die Ehrenbachhöhe steht uns das Grande Finale bevor – der Fleckalmtrail.

Wir surfen im Flow talwärts, stärken uns zum Abschluss noch auf der Fleckalm und sind uns in einem Punkt einig: WIR KOMMEN WIEDER!

 

Du willst/ihr wollt es uns nachmachen oder wandernd die Kitzbühler Alpen erkunden? Dann schaut auf die Webseite des Brechhornhauses und plant eure Touren am besten mit der freien Version von Outdooractive.

 

 

 

 

 

 

 

 

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