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Topfennockerl mit Mohn

Ich bin mal wieder beim Thema Mehlspeise. Obst- und Topfenknödel von meiner Mama hab ich als Kind abgöttisch geliebt. Dazu wollte ich immer extra viele Brösel - die Knödel mussten quasi unter dem Bröselhaufen begraben sein. Damit es bei den vielen Bröseln nicht zum Erstickungstod kommt, gab es bei uns immer eine große Portion Sauerrahm dazu - gesüßt mit selbstgemachter Marmelade. Wenn ich dran denke, läuft mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen.

 

In meiner Vorzölizeit hab ich mir keinen Kopf über Brösel gemacht - aus alten, trockenen Semmeln werden halt Brösel gemacht. Glutenfreie "Semmelbrösel" sind aber sehr speziell! Teilweise sind gar keine Semmeln drinnen und wenn doch, dann strotzen sie nur so vor Zusatzstoffen. Darum hab ich das Thema glutenfreie Semmelbrösel für mich abgehakt. Die Brösel ersetze ich durch frisch gemahlenen Waldviertler Mohn oder geriebene Nüsse. Schmeckt bestens und kommt ohne jeden Chemie-Schnick-Schnack aus.

Die Herstellung von glutenfreien Topfennockerln birgt aber noch ein weiteres Problem, denn auch der Weizengries für die Nockerlmasse muss durch ein glutenfreies Pendant ersetzt werden. Maisgries, also Polenta ist OK, hat aber eine sehr intensive, gelbe Farbe. In meinem Rezept mische ich Maisgries mit selbstgemahlenem Reisgries im Verhältnis 2:1. Ihr könnt aber gerne beide Griessorten alleine auch verwenden.

 

Ich bin der Meinung, dass sich das Experimentieren ausgezahlt hat und dass diese Topfennockerl schon sehr nahe an das Original herankommen. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt. Schreibt mir einen Kommentar!

 

Die Nockerlmasse ist jedenfalls sehr weich - ihr müsst also zum Formen entweder zwei Löffel oder einen Eisportionierer verwenden. Für eine bessere Bindung und Formbarkeit habe ich das Flohsamenschalenpulver im Rezept ergänzt. Damit sich die Nockerl im Kochwasser nicht sofort auflösen, ist eines ganz wichtig: sie dürfen nur ziehen!

Zutaten für ca. 10-12 Nockerl (je nach Größe)

 

Trockenzutaten:

90 g Maisgries + 40 - 50 g Reisgries (je nach Konsistenz, optional auch nur Maisgries)

2 EL Zucker

1 Prise Salz

2 TL Flohsamenschalenpulver (von FiberHUSK)

 

Nasszutaten:

2 Eier

500 g Magertopfen (Option: laktosefrei)

40 g geschmolzene Butter

 

Mohn-Zucker-Gemisch:

200 g gemahlener Mohn

40 g Zucker

etwas Zimt

etwas Vanillepulver

 

Für die Himbeersauce:

2 Tassen (à 240 ml) Himbeeren

2 vollreife Bananen

 

Rezept zum Herunterladen & Drucken

Zubereitung

  1. Die zwei Eier aufschlagen und schaumig rühren.

  2. Zucker, Butter, Topfen und etwas Salz unterrühren. Zum Schluss das Mais-/Reisgriesgemisch einrühren. Ich mahle den Reisgries selbst mit meiner Komo-Getreidemühle.

  3. Nockerlmasse mind. 1 Stunde ziehen lassen.

  4. Inzwischen den Mohn reiben/quetschen und mit Zucker, Zimt und Vanille mischen.

  5. Für die Nockerl leicht gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen.

  6. Nockerlmasse noch einmal gut durchrühren und dann mit 2 Löffeln oder einem Eisportionierer Nockerl bzw. Knöderl formen und ins leicht siedende Kochwasser setzen.

  7. Darauf achten, dass das Wasser nicht wallend kocht, sonst zerfallen die Nockerl/Knöderl!

  8. Nockerl ca. 15 min ziehen lassen.

  9. Mohn-Zucker-Gemisch in eine große Pfanne geben. Herdplatte auf niedriger Stufe temperieren.

  10. Nockerl mit einem Siebschöpfer aus dem Wasser holen und vorsichtig im Mohn wälzen.

  11. Für die Himbeersauce frische oder aufgetaute Himbeeren zusammen mit den Bananen im Multizerkleinerer pürieren.

  12. 2 EL Himbeersauce auf den Teller geben, Nockerl darauf setzen.

  13. Nach Belieben zusätzlich garnieren und dann - GENIESSEN! 

 

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